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CP2030 - Sanitäter der ZukunftCP2030 - Sanitäter der Zukunft

In Zusammenarbeit mit dem DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe hat Broadcast Solutions aus Bingen am Rhein den Connected Paramedic entwickelt, der im Zentrum von MANet-Lösungen und bestehenden Kommunikationsinfrastrukturen steht.

In Krisen­ oder Katastrophenfällen sind öffentliche Mobilfunknetze, Telekommunikations- und IT-Infrastrukturen oftmals fehlerhaft oder zerstört, so dass „First­Responder“, Einsatzkräfte, Spezialeinheiten und Krisenmanagement nicht mehr effektiv und sicher untereinander kommunizieren können. In solchen Szenarien können MANet-Lösungen, die als MESH­Infrastrukturen aufgebaut werden, Daten und Inhalte austauschen und bereitstellen. Dazu gehören: Video, IP ­Daten, PTT Sprechfunk, E­Mail und Messaging, Kartenmaterial, Gebäude­Blaupausen, GPS-Tracking und weitere Elemente.

Livetest im Sanitätsdienst und in der Leitstelle
In mehreren Feldversuchen bei realen Einsätzen wurde das System auf seine Einsatztauglichkeit geprüft. MANet-Systeme sind als MESH aufgebaut und die verwendeten Funkgeräte sind gleichzeitig Sender/Empfänger als auch Relais. Die sogenannten Funkknoten vernetzen sich selbständig und automatisch miteinander und bilden so ein intelligentes und stabiles Netz. Ein großes zu überwachendes Gebiet kann so einfach mit einigen Funkknoten abgedeckt werden.
So wurde zum Beispiel ein großes Veranstaltungsgebiet mit zwei Leitstellen drahtlos verbunden. Am Veranstaltungsort sicherte eine fernsteuerbare Kamera die Großlage, das Bild wurde live in die Leitstelle übertragen. Die Einsatzzentrale vor Ort wurde ebenfalls mit einem Funknoten in das Netzwerk eingebunden. Der vernetzte Sanitäter wurde durch eine Weste, die die notwendige Technik plus zusätzliche Geräte enthält, Teil des Netzwerks.
Die Einbindung der MANet-Funkknoten in bestehende Technik ist einfach möglich. An den Funkknoten können Kameras zur Überwachung angeschlossen werden oder diese werden in bestehende Kommunikationsinfrastrukturen eingebunden (Einsatzzentrale, Leitstelle, etc.). Die Funkknoten können sowohl festinstalliert als auch mobil in Fahrzeuge oder eben an Personen (der „Connected Paramedic“) angebracht sein. Die Knotenpunkte suchen sich selbständig das beste „Routing“ zu den entsprechenden Gegenstellen und erzeugen so ein intelligentes, homogenes wie auch stabiles IP-basiertes Netzwerk mit einer Datenrate von bis zu 100 Mbps. An jedem Funkknoten können Daten (Video, Audio, GPS, etc.) eingespeist und ausgegeben werden.
Für die perfekte Ausgestaltung der Möglichkeiten der MANet-Systeme „am Mann“ wurde eine Weste entwickelt, die viele Zusatzfunktionen bietet. Die Person vor Ort (Sanitäter, Notarzt, Einsatzleiter vor Ort) kann in der Weste eine Vielzahl von Zusatzgeräten unterbringen, mit denen Daten gesammelt werden. Diese sind mit dem Funkknoten verbunden und die Daten werden in das Kommunikationsnetz eingespeist. Die Weste kann mit einer Bodycam zur Live-Übertragung von Bildmaterial ausgestattet werden. Ebenso ist Platz für ein Funkgerät, GPS-Gerät oder Smartphone. Die Einbindung von Fremdgeräten ist einfach möglich, da alle MANet-Funkknoten über Möglichkeiten der IP-Anbindung verfügen.
Durch die „selbstheilende“ Funktionsweise sind auch Szenarien möglich, bei denen einzelne Funkknoten keine direkte „Sichtverbindung“ haben, beispielsweise wegen Gebäuden oder topografische Gegebenheiten. Trotzdem wird das Signal, bedingt durch die Netzstruktur, über andere Funkknoten an den Bestimmungsort transportiert.

Features:

Die wichtigsten Funktionen von IP-basierten, mobilen Ad-hoc-Netzwerken (MANet) für den Einsatz bei BOS:

CP2030 als Kommunikationsnetzwerk
Die Funktionen des unabhängigen Kommunikationsnetzwerkes sind derart vielfältig, dass eine komplett redundante Kommunikationsebene mit diversen Funktionen entsteht. Folgen die wichtigsten Features auf einen Blick:

  • Bis zu 350 Funkknoten, die sich untereinander selbstständig vernetzen
  • Selbstheilende Systemstruktur
  • Sofortiger Verbindungsaufbau (ca. 0,5 Sekunden)
  • Automatische Teilnehmererkennung / Einbindung ins Netzwerk
  • Einsatz als Relaisstation in schlecht versorgten Bereichen des Einsatzraumes
  • Gleichzeitige Sprach- und Datenkommunikation
  • Ausfallsicherheit durch eigene Stromversorgung
  • Hohe Übertragungsraten von bis zu 100 Mbps
  • Bereitstellung von Video, Audio oder Daten an jedem Punkt am Einsatzort
  • Daten-Einspeisung an jedem Funkknoten

 

 

Alle Informationen auf einen Blick: