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HELFER sind TABU - Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte!

Ihr Ansprechpartner

Herr
Philipp Köhler
Unternehmenskommunikation
Pressesprecher


Tel: 06131 57075-471
philipp.koehler(at)drk-rhein-nahe.de

Lotharstraße 11-13
55116 Mainz

Ständig steigende Zahlen von verbalen und körperlichen Übergriffen, Kolleginnen und Kollegen aller Hilfsorganisationen, der Feuerwehr und Polizeibeamte werden immer häufiger Opfer von Beschimpfungen, Beleidigungen, werden im Dienst verletzt, in einigen Fällen sogar so, dass eine Berufsunfähigkeit die Folge dieser Übergriffe ist.

Aus diesem Grund fand am 14.07.2016 ein erster „Runder Tisch“ zum Thema „Gewalt gegen BOS“ statt, zu dem der DRK Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe geladen hatte. An dem Treffen in der Geschäftsstelle in der Lotharstraße nahmen Jörg Stefan (Vorstand JUH Mainz), Milton Scheeder (Assistent der Geschäftsleitung ASB), Mirko Konka (Führungsgruppe Polizeidirektion Mainz), Achim Zahn (Leiter Polizeidirektion Mainz), Alexander Pohl (Bereichsleiter Rettungsdienst MHD), Björn Patzke (Abteilungsleiter Einsatz BF Mainz), Jörg Steinheimer, Mathias Hirsch, Philipp Köhler, Marcel Neumann (alle DRK Rheinhessen- Nahe) teil. Somit waren alle am Rettungsdienst beteiligten Organisationen, Polizei und Feuerwehr vertreten - ein bundesweites Novum was die Zusammenarbeit bei solchen Kampagnen angeht.
Hierbei wurde an Hand von Beispielen von Übergriffen, welche durch das DRK im Bereich Rheinhessen zusammengetragen wurden, die Brisanz der Lage und die Notwendigkeit einer fundierten und weitreichenden Zusammenarbeit dargelegt. Sowohl die zunehmende Problematik der Gewalt und Respektlosigkeit, als auch die Notwendigkeit und der Wunsch nach einer engen Zusammenarbeit wurden von allen Vertretern der anwesenden Organisationen bestätigt.
Alleine beim DRK gab es in 10 Wochen 11 Einträge im elektronischen Verbandbuch zur Rubrik „Gewalt gegen RD- Personal“. Alle Teilnehmer beschlossen die künftig einheitliche Standards für die Erfassung der Übergriffe einzuführen.

Standards in der Erfassung von Gewalt gegen Einsatzkräfte

Dies geschieht, indem eine gemeinsame Plattform zur Erfassung von Übergriffen verbaler und körperlicher Art geschaffen wird, um gemeinsam die Notwendigkeit von Kampagnen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit bzw. Lobbyarbeit, der Prävention und der verbesserten Ausbildung der Einsatzkräfte belegen zu können und auch gemeinsame Aktionen durchzuführen. Ziel ist ein deutlicher Schulterschluss der Organisationen.
Beispiel hierfür ist eine Ausbildung für Feuerwehr- und Rettungsdienstpersonal mit und durch die Polizei im Bereich der Deeskalation, der Herangehensweise an Einsatzsituationen und der Selbstverteidigung.

Ausbildung zum Gewaltpräventionstrainer BOS gestartet

Mittlerweile wurden in Zusammenarbeit mit Dr. Dr. Mario Staller von Train2Survive bereits 16 “Gewaltpräventionstrainer BOS” ausgebildet. Die Multiplikatoren schulen künftig ihre Kolleginnen und Kollegen in den Organisationen. Inhalte der zehntägigen Ausbildung waren Deeskalationsstrategien, Selbstverteidigungsmaßnahmen, taktisches Bewegen an der Einsatzstelle und Kommunikationsstile zur Konfliktvermeidung. Mario Staller ist Sportwissenschaftler, Polizeibeamter und Einsatztrainer. Er ist aktives Forschungsmitglied der Tactical Decision Making Research Group der University of Liverpool, welche unter anderem die Psychologie von bewaffneten und unbewaffneten Auseinandersetzungen zum Schwerpunkt hat.

Erfolgreiche Kampagne aller Organisationen

Durch die Schaffung eines deutlichen „Wir-Gefühls“ und dem gemeinsamen Auftreten der Hilfsorganisationen, der Berufsfeuerwehr, der Polizei und des Ordnungsamtes soll verdeutlicht werden, dass die momentane Situation so nicht hingenommen wird. Die Kommunikation untereinander wird in diesem Zusammenhang intensiviert werden.
Die Kampagne “HELFERsindTABU” hat ein enorm großes Medienecho ausgelöst und es bestehen bereits mehrere Anfragen von verschiedenen Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet zur Verbereitung der Kampagne.

Interesse?

Sie möchten die Kampagne HELFERsindTABU auch für Ihre Organisation nutzen und so auf das Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte aufmerksam machen? Dann sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter!